Ehe & Familie

Die Archäologische Fundlage und die Quellen lassen nur wenige Rückschlüsse auf die Gestaltung von Ehe und Familie bei den Germanen zu. 

Tacitus beschrieb eine strang monogame germanische Ehe mit den Worten: „Indessen sind dort die Ehen streng, und gar keinen Theil der Sitten darf man mehr loben. Denn fast nur sie allein unter den Barbaren sind mit Einer Frau zufrieden, ganz wenige ausgenommen, welche nicht der Wollust zuliebe, sondern ob ihres hohen Adels mit gar vielen Heirathen umworben werden. Ehegabe bietet nicht die Frau dem Manne, sondern der Frau der Mann.“. Allerdings ist, wie bei allen Passagen der Germania, die die Sittenstrenge der Germanen beschreiben zumindest zweifelhaft, ob seine Darstellung den Tatsachen entspricht, oder angepasst wurde um der römischen Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. 

Zumindest kann aus späteren Rechtsquellen, wie den leges Alamannorum gefolgert werden, dass Ehen geschieden werden konnten. Ebenfalls kann von einer Art Erbrecht der Ehefrau ausgegangen werden.