Geschichte der Alamannen bis zum Ende der Römischen Kaiserzeit

Ab dem Ende des 2. Jahrhunderts wanderten Germanische Stämme an den römischen Limes. Etwa ab dem Jahr 170 begannen sie zunehmend in römische Gebiet einzufallen und zu plündern. Anfang des 3. Jahrhunderts nahmen die Überfälle der Germanen auf die römischen Provinzen immer mehr zu. Gleichzeitig war das römische Imperium in sich zerstritten, und Rom benötigte dringend Truppen zur Verteidung der östlichen Grenzen. Das hatte zur Folge, dass die römischen Gebiete an der rechtsrheinischen Limeslinie spätestens 259/260 n.Chr. aufgegeben wurden. Die Alamannen haben vermutlich auch schon an diesen Vorstößen teilgenommen, ihre erste namentliche Erwähnung findet man in Schriftquellen um 289, die Stammesbildung wird jedoch auf einige Jahrzehnte früher geschätzt.

Karte Expansion AlamannenDie Germanen drangen auf ihren Kriegszügen bis nach Oberitalien vor, bei Mailand konnte Kaiser Gallienus den Vorstoß stoppen und Kaiser Probus (272 – 282) sicherte die Grenze, welche an der Rhein-Iller-Donau-Linie entlang lief. Nach einigen Streitigkeiten zog Kaiser Diocletian (284-305) auf einem Feldzug nach Norden wobei er vom Bodensee bis zur Donauquelle vorstieß, also auch durch das Hegau zog. Zur Sicherung wurden am Hoch- und Oberhein verschiedene römische Kastelle und Wachtürme errichtet, in Stein am Rhein (Schweiz) gab es zusätzlich noch eine Brücke mit rechtsrheinischem Brückenkopf.

Nachdem Constantinus einen Feldzug gegen die lentiensischen Alamannen in der ersten Hälfte des 4. Jahrunderts , die im Linzgau nördlich des Bodensees siedelten, geführt hatte, kehrte erst mal eine Zeit lang Ruhe ein und die Alamannen nutzten die Bindung der römischen Truppen an die untere Donau bis zum 3. Drittel des 4. Jahrhunderts. 378 setzte ein großes Heer unter der Leitung des lentiensischen Gaukönigs Priarius über den Hochrhein, doch wurden die Alamannen schwer geschlagen. Nach diesen Niederlagen zogen sie sich wieder in ihre Heimat zurück und nahmen auf Bergen (z.B. Hegaus Vulkanberge) feste Stellungen ein. Trotz einiger kriegerischer Auseinandersetzungen im 3. und 4. Jahrhundert gab es auch lange Friedensphasen.

Bildquelle: Wikimedia, Bildlizenz: Gnu Free Document