Quellenlage Mode

Aufgrund der vorherrschenden Brandgräbersitte und ermangels einheimischer Bildquellen, ist die Quellenlage für die germanische Mode im 1. bis 3. Jahrhundert recht dünn. Lediglich bei einigen Moorleichen aus dem 2. Jhd., wie z. B. dem Tollundmann, hat sich die Kleidung nahezu vollständig erhalten. Weitere Texttilfunde bestehen im wesentlichen aus kleinen Fragmenten, die entweder im Moor bzw. Feuchtboden oder anoxidiert an Metalle überlebt haben.

Über diese wenigen archäologischen Belege hinaus, liegen lediglich römische Bildquellen vor. Diese sind allerdings nicht so zuverlässig, wie häufig angenommen wird. Insbesondere sind sie stets von der römischen Propaganda geprägt. Zudem ist auch davon auszugehen, dass die Künstler lediglich nach Erzählungen und Hörensagen gearbeitet haben. Kaum ein römischer Steinmetz kannte die germanische Kleidung aus eigener Anschauung.